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Begeisternde Technik wurde im öffentlichen Fernsehen gezeigt

Wir starten mit einer Reise in die Zukunft mit diesem Hightech-Verkehrsmittel. Verspätungen, technische Störungen oder Ausfälle sollen damit der Vergangenheit angehören. Wie kann das gelingen? Mit Technik, die begeistert.“
(Ana Plasencia)

Am 31.03.2026 gab es mit der Ausstrahlung des MDR-Wirtschaftsmagazins "Umschau", diesmal mit Schwerpunktthema Reisen, einen bemerkenswerten Bericht mit dem Titel

"Modernes Bahnfahren – Die mögliche Rückkehr der Magnetschwebetechnik" .

Für diesen Beitrag besuchte ein MDR-Filmteam u.a. am 10.03.2026 das Büro des International Maglev Board (IMB), um den Vorsitzenden, Prof. Dr. Johannes Klühspies, zu interviewen, und am 19.03.2026 die Versuchsanlage des Transportsystem Bögl (TSB) in Sengenthal mit Interview von Dr. Andreas Rau. Auch Prof. Dr.-Ing. Arnd Stephan von der TU Dresden wurde interviewt. Der Beitrag war sehr gut recherchiert und ging ausführlich auf die unterschiedlichen Schwebetechnologien ein, die in Deutschland und im Ausland entwickelt wurden und noch werden.

Standbilder aus der MDR-Umschau vom 31.03.2026

Screenshots aus dem MDR-Magazin UMSCHAU vom 31.03.2026
(Quelle: Mitteldeutscher Rundfunk)

Aufgrund der im Vorfeld stattgefundenen Dreharbeiten beim IMB erhielten wir die Möglichkeit der Kontaktaufnahme zum Redakteur des Fernsehbeitrags. Somit konnten wir rechtzeitig dem MDR die Nutzung von Szenen ohne Ton aus unseren Videos unter Namensnennung anbieten. Dabei konnten wir darauf hinweisen, daß der MDR bereits vor einigen Jahren für das Zeigen des Transrapid TR09 unter den gleichen Bedingungen Nutzungsrechte von uns eingeräumt bekam im Rahmen der Erstellung der Sendung „Einfach genial – Mit Supraleitern über die Fahrbahn schweben“ (d.h. mit dem SupraTrans auf der Testanlage in Dresden-Niedersedlitz).

Von den folgenden Videos in unserem Vimeo-Kanal wurden Sequenzen genutzt:

Die 720p/1080i-Aufnahmen aus den Videos machten insbesondere beim Shanghai-Transrapid einen schärferen Eindruck als diejenigen, die von der Werbe-DVD des Herstellers (in 576i-Standard-Auflösung) eingefügt wurden. Über das Thema SupraTrans bekam der Beitrag schließlich einen Bezug zu der Lebenswirklichkeit der Menschen in Ostdeutschland, mit der sich das Wirtschaftsmagazin generell auseinandersetzt. Das war auch der Fall bei der Berichterstattung über die bevorstehende Reise zum Mond, d.h. über das Remake der (weihnachtlichen) Apollo-8-Mission von 1968. Denn hochwertige Optik aus Jena ist ebenso mit an Bord.

Der Fernsehbeitrag zur Magnetschwebetechnik wurde außerordentlich freundlich anmoderiert, was den Eindruck hinterläßt, daß eine neue Generation von Mitgliedern in den Fernsehredaktionen erwachsen ist, die sich mit dem Thema Magnetschwebetechnologien nicht mehr mit vorgefertigten Meinungen beschäftigt. Auch erkannte der Autor diese Technikbegeisterung in der Fernsehberichterstattung wieder, die es noch zu Zeiten der ersten bemannten Mondlandungen gab.

Zwischenzeitlich, als die Transrapid-Technologie von unterschiedlichen Gruppen bekämpft oder zumindest als Konkurrenz zur Rad-/Schiene-Technologie angesehen wurde, war nach eigenem Empfinden die Berichterstattung im Fernsehen ebenfalls davon geprägt.

Hierzu gab es folgende Anekdote aus dieser Zeit:

Mitarbeiter der Transrapid-Versuchsanlage sagten damals hinter vorgehaltener Hand, die NDR-Reporter hätten damals jedes Wort umgedreht. Als es dem IMB gelang, zum 05.06.2009 für dessen Mitglieder eine der seltenen Mitfahrten im TR09 als Fachdelegation zu ermöglichen (es war die zweite Besuchergruppe, eine Woche nach Vertretern des Unternehmens SwissRapide AG), war auch der Unternehmer Rolf Trauernicht hierzu eingeladen, der ein begleitendes NDR-Team mitbrachte. U.a. wegen dieser Vorgeschichte erhielt das NDR-Team keine Erlaubnis, an der Mitfahrt im TR09 teilzunehmen. Dem Autor wurde eine tragbare Kamera in die Hand gedrückt, stellvertretend für den NDR ein paar Innenaufnahmen zu machen. Der NDR-Reporter gab dann in den Abendnachrichten den Kommentar ab: "Wir durften nicht mitfahren".

Hier gibt es die PDF-Version des Artikels zum Download.


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